Langzeitreise

Sonnenuntergang in Perdika

Jeden Morgen Tabula rasa – Das bedeutet Reisen für uns

Man meint fast ein Zischen zu hören, wenn der große rot leuchtende Ball das Meer küsst und in ihm versinkt; den Himmel dabei rosa erleuchtet und die ganze Welt in satte, weiche Farben verpackt und quasi in ein Ölgemälde von William Turner verwandelt. Da ist das warme Grün der Olivenbäume, das noch glitzernde Blau des Meeres und der Horizont, der zu beiden Seiten von rosa in einem tiefem Lila ausläuft. So dramatisch und atemberaubend wie jeden Abend ist dieses Spektakel, aber auch genauso abwechslungsreich, denn keiner ist wie der andere. Mal mit Wolken, mal ohne; manchmal in strahlenden Farben, dann wieder eher pastellig. Immer total kitschig wie eins dieser großformatigen IKEA-Bilder, aber Kitsch in dem es gesellschaftlich anerkannt ist, sich drin zu suhlen, denn dieser Faszination kann sich auch der Hartgesottenste nicht entziehen. Unser einziger Termin des Tages, der jeden Abend zu einer anderen Zeit und vor einer neuen Kulisse stattfindet, aber niemals langweilig wird: der Sonnenuntergang.

Sonnenuntergänge und Sternenhimmel

Sternenhimmel über Lefkada

Wir haben schon unzählige gesehen, genossen, gefeiert. Wann ich aber den letzten Sonnenuntergang bewusst angeschaut habe, bevor wir auf diese Reise gegangen sind – keine Ahnung, ich kann mich nicht daran erinnern. Genauso der Sternenhimmel: Die Sterne waren schon immer da und werden es auch immer sein, aber für uns ist das gerade ein völlig neues Erlebnis, ein Ereignis, in das wir jeden Abend mit gleicher Hingabe eintauchen und uns von ihm verzaubern lassen. In der Stadt hatte man ihn fast vergessen, doch jetzt ist er so präsent und mächtig, dass es unvorstellbar scheint, wie wir den ignorieren konnten.

Das sind zwei von unzähligen Dingen, die wir (wieder) entdeckt haben. Städte voller faszinierender Architektur, in denen man das Gefühl hat, in einer anderen Zeit zu sein und durch die Geschichte zu laufen; unterschiedliches Klima, Vegetation und Lebensbedingungen; Menschen, die alle ganz anders ticken und leben; andersartige Mentalitäten, Gewohnheiten, Kulturen und exotisches Essen. Vor allem aber lieben wir die abwechslungsreiche Natur, die wir in jedem Land wieder begeistert neu entdecken.

Es gibt ja noch so viel zu entdecken

So viel, was wir gesehen und erlebt haben, so viel gelacht und tatsächliche Unbeschwertheit wiederentdeckt und auch so einiges, was wir meistern mussten und das uns anschließend stärker gemacht hat. So eine Reise verändert einen. Als wir losfuhren, war das ein Neuanfang, ein leeres Blatt, das wir jetzt neu beschreiben, bemalen oder sonst was damit anstellen können. Jeder Tag ist neu und aufregend, denn man weiß noch nicht, was er mit einem macht. Es gibt noch so viel zu entdecken – in der Welt und in uns selbst. Keine Ahnung, ob man dafür alles hinter sich lassen und auf Reisen gehen muss, aber es hilft einem auf jeden Fall, (wieder) ein Gespür für sich und das pure Leben zu bekommen. An jedem Morgen können wir neu entscheiden, was wir mit dem Tag anstellen möchten – jeden Morgen wieder Tabula rasa.

Über die Autorin

Ramona Pingel

Ramona ist Co-Verlegerin des WNJ-Verlags und arbeitet außerdem als Freie Lektorin. Vor ihrer gemeinsamen Reise mit Uli lebte sie im beliebtesten Viertel Kölns, hatte einen guten Job in einem großen Verlagshaus und genoss das Leben in der Großstadt. Doch nach der Reise kam das alles nicht mehr infrage. Sie wollte unabhängig sein und näher an der Natur. Heute leben Uli und sie, zusammen mit Hund Spencer, in einem Häuschen in der Vulkaneifel, direkt am Waldrand. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Gärtnern, Yoga und Wandern.

Auszeit Storys – 11 inspirierende Geschichten über den Aufbruch zu einer längeren Reise

Wir haben es tatsächlich getan, wir haben ein Buch geschrieben!!

Der Titel unseres Buchs lautet „Auszeit Storys – 11 inspirierende Geschichten über den Aufbruch zu einer längeren Reise“.

Darum geht’s

„So eine Reise war ja auch schon immer mein Traum, aber ich könnte das ja nicht, weil …“ Diesen Satz haben wir sehr oft gehört, als wir von unseren Plänen, ein Jahr lang mit dem Wohnmobil durch Europa zu reisen, erzählten.

Auszeit Storys
Wir haben auch eine farbige Version unseres Buchs erstellt, damit die zahlreichen, wunderschönen Reisefotos besser zur Geltung kommen.

Was bringt Menschen dazu, dann doch den Mut aufzubringen, ihre Komfortzone zu verlassen und sich eine längere Auszeit zu gönnen, um sich auf das große Abenteuer Reisen einzulassen? Dieser Frage wollten wir auf den Grund gehen und haben zahlreiche Reisende unter anderem gefragt …

  • was sie zu der Reise motiviert hat,
  • was im Vorfeld die größten Hürden waren, die sie nehmen mussten,
  • wie sie die Auszeit organisiert und finanziert haben,
  • was sie am meisten auf der Reise beeindruckt hat
  • und in wie fern sich ihr Leben durch die Reise verändert hat.

Herausgekommen sind elf wunderschöne, sehr persönliche und offene Erfahrungsberichte, die zeigen, dass es aus den unterschiedlichsten Situationen heraus machbar ist, eine solche Reise zu unternehmen. – Ob allein mit dem Rucksack durch Indonesien, als Paar mit Hund durch Europa, als Familie mit Kind im Wohnmobil durch Südamerika, fest im Job oder in Rente, mit viel Verantwortung oder gerade in einer Umbruchphase: eine längere Auszeit ist möglich und meist gar nicht so schwer zu organisieren, wie man meint.

Häufig stehen wir uns mit unseren Ängsten und Bedenken einfach selbst im Weg und verpassen so sämtliche Gelegenheiten, unsere Träume zu verwirklichen. Das Buch soll ewigen Haderern konkrete Fragen beantworten und dadurch anspornen, den Schritt endlich zu wagen. Grenzen gibt es nur in unseren Köpfen – alles ist möglich!

Lasst Euch also mitreißen von lustigen Reisegeschichten und anrührenden Erkenntnissen und werdet auch Weltenbummler und Abenteurer. Nachmachen dringend empfohlen!

Unser Buch ist ab jetzt bei Amazon erhältlich

Es gibt drei verschiedene Versionen des Buchs: voll farbig, schwarz-weiß und als eBook. Über folgende Links kannst Du Dein Exemplar bestellen:

mit farbigen Reisefotos,
für 18,90 Euro
schwarz-weiß im Innenteil,
für 9,95 Euro
kindle eBook,
für 4,99 Euro

Mehr Informationen zu den einzelnen Versionen der Bücher findest du >>hier

 

 

Über die Autorin

Ramona Pingel

Ramona ist Co-Verlegerin des WNJ-Verlags und arbeitet außerdem als Freie Lektorin. Vor ihrer gemeinsamen Reise mit Uli lebte sie im beliebtesten Viertel Kölns, hatte einen guten Job in einem großen Verlagshaus und genoss das Leben in der Großstadt. Doch nach der Reise kam das alles nicht mehr infrage. Sie wollte unabhängig sein und näher an der Natur. Heute leben Uli und sie, zusammen mit Hund Spencer, in einem Häuschen in der Vulkaneifel, direkt am Waldrand. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Gärtnern, Yoga und Wandern.

Tyresta Nationalpark

Was wir aus den ersten Monaten auf Reisen an Erkenntnisgewinn mitnehmen

Nein, wir sind jetzt nicht plötzlich weise geworden… Noch nicht. Aber wir haben mal die letzten Monate für uns resümiert und daraus doch ein paar Erkenntnisse gezogen:

  1. Man muss nicht alles gesehen haben und alles mitnehmen. Bringt nichts, denn irgendwann kannst du die Dinge nicht mehr aufnehmen und genießen. Weniger ist auch hier mehr.
  2. Städte stressen uns, wir sind lieber in der Natur. Also wird nicht mehr jede bekannte Stadt eines Landes mitgenommen und auch nicht mehr zwangsläufig die Hauptstadt. Um eher ein Gefühl für die Menschen und das Land zu bekommen, machen kleinere Städte häufig sowieso mehr Sinn.
  3. Es macht keinen großen Spaß, immer sklavisch alle Sehenswürdigkeiten abzuklappern, die Millionen anderer Touris auch schon „abgehakt“ haben. Diese Pilgerei wird bald langweilig und fühlt sich irgendwie künstlich, nicht authentisch an. Spannender ist es, sich einfach treiben zu lassen, einen Ort selbst zu erkunden und neu für sich zu entdecken, so als wäre noch keiner vorher auf die Idee gekommen.
  4. Ruhephasen sind ganz wichtig. Die ersten Wochen in Griechenland wollten wir nichts sehen, keine Tipps für Ausflugsziele oder spektakuläre Sehenswürdigkeiten bekommen. Alles, was wir wollten, war unsere Ruhe. Von Strand zu Strand haben wir uns Richtung Süden gearbeitet, gaaanz langsam. Je abgelegener und einsamer, desto besser. Hier haben wir wirklich mal einfach Urlaub gemacht – bis auf die Sache mit den Souvenirs, dem Essengehen und den Aktivitäten. Sogar an Olympia sind wir einfach vorbeigefahren (ja klar, wir holen das natürlich noch nach). Das war aber einfach ganz arg nötig, um alles, was wir gesehen und erlebt hatten, mal sacken zu lassen und zu verarbeiten. Jetzt sind wir langsam wieder aufnahmebereit und neugierig auf das wunderschöne Land um uns rum.
  5. Das meiste, was wir an Klamotten mitgenommen haben, war überflüssig.

Über die Autorin

Ramona Pingel

Ramona ist Co-Verlegerin des WNJ-Verlags und arbeitet außerdem als Freie Lektorin. Vor ihrer gemeinsamen Reise mit Uli lebte sie im beliebtesten Viertel Kölns, hatte einen guten Job in einem großen Verlagshaus und genoss das Leben in der Großstadt. Doch nach der Reise kam das alles nicht mehr infrage. Sie wollte unabhängig sein und näher an der Natur. Heute leben Uli und sie, zusammen mit Hund Spencer, in einem Häuschen in der Vulkaneifel, direkt am Waldrand. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Gärtnern, Yoga und Wandern.

Beachlife

Besser haushalten – Reisen ist nicht gleich Urlaub

In jedem Telefonat das wir mit unseren Müttern führen, kommt unweigerlich irgendwann die Frage nach dem Geld. „Habt ihr denn auch Aufträge?“, „Reicht das Geld noch?“ – „Ja Mama, das Geld reicht noch“, beruhigen wir dann. Warum reicht das Geld auch nach über vier Monaten Reisen noch? Eben deshalb: Wir reisen, wir machen keinen Urlaub.

Zwei Wochen Urlaub verbringt man anders

Katziki Beach
Beim Strandurlaub die Seele baumeln lassen.

Klassischerweise fahren die Leute etwa zwei mal zwei Wochen im Jahr in den Urlaub. Auf diese Zeit fiebert man lange hin, plant alles ganz genau und informiert sich ausgiebig über das Urlaubsland. Schließlich will man ja keine Zeit verlieren, durch nervige Unterkunftsuche oder unnötig lange Zwischenaufenthalte an Flughäfen. Und verpassen möchte man erst recht nichts, also sollte idealerweise schon vorher klar sein, welche Sehenswürdigkeiten ein sogenanntes „Muss“ sind und welche Aktivitäten am Urlaubsziel zur Auswahl stehen.

Vor Ort, will man es sich natürlich so richtig gut gehen lassen. Da die Zeit sehr begrenzt ist, muss man sich mit dem Gutgehenlassen aber nun mal beeilen und da kommt es auf ein paar Euro mehr oder weniger nicht an. Wasserski, Tauchkurs, ein Kurztrip zur nächsten Insel, Schirmchendrinks am Strand und jeden Abend auf der Promenade Essen gehen. Dabei so viele Souvenirs wie möglich kaufen, denn die schöne Zeit, der malerisch sonnige Wohlfühlort und das Gefühl, frei und unbeschwert durch den Tag schlendern zu können, wollen wir uns ja möglichst lange bewahren und auch in den Alltag rüber retten.

Nach zwei Wochen ist der Zauber dann vorbei und man sieht der Realität ins Auge, dass man doch nicht alles stehen und liegen lassen wird, um einfach da zu bleiben. Also geht es braungebrannt und mit einem Koffer voll Andenken zurück nach Hause. Am Ende hat man also meist relativ viel Geld in wenig Zeit ausgegeben, weil man ja versucht, das Maximum an Erleben aus den paar Wochen rauszuholen.

Reisen ist ein Marathon, kein Sprint

Beim Reisen läuft das anders. Während Urlaubmachen quasi ein Sprint ist, ist Reisen ein Marathon. Der Zeitraum ist größer und entsprechend muss man mehr haushalten – sowohl mit dem was rausgeht, als auch mit dem was reinkommt.

Natürlich steht an erster Stelle des Haushaltens das Geld, denn wenn das futsch ist, ist die Reise zu Ende und man braucht sich über nichts weiter Gedanken machen. Ebenso ist es aber auch sehr wichtig, mit seinen Kräften hauszuhalten, denn die sind auch nicht unendlich vorhanden, auch wenn alles so aufregend, neu und elektrisierend ist.

Irgendwann schaltet der Kopf ab und macht die Luken dicht

Nicht zu unterschätzen ist aber auch die Flut von neuen Eindrücken und Erlebnissen, die auf einen einprasseln und was das mit einem macht. Das will ja auch alles verarbeitet und begriffen werden, aber irgendwann kommt der Kopf nicht mehr mit und es kommt der Punkt, wo einfach nichts mehr reingeht und jede Stadt, jede Sehenswürdigkeit nicht mehr wirklich aufgenommen und gewürdigt werden kann, sondern schließlich nur noch zur Qual und Pflichtveranstaltung wird. Das ist in etwa so, wie ein Besuch im Louvre. Endlich ist man tatsächlich da und saugt wie ein Schwamm ganz begeistert alles, alles in sich auf. Kommt man dann aber nach vier Stunden bei den ägyptischen Sarkophagen vorbei, ist man so übervoll, dass einem dieser faszinierende Kulturschatz herzlich egal ist. Trotzdem hört man ja an der Stelle nicht auf, denn wann hat man schon wieder die Gelegenheit das zu sehen? Einen Mehrwert bringt das allerdings nicht mehr, es geht nur noch um das „Dagewesensein“.

Reisen will also, wie so vieles andere auch, gelernt sein. Einen eigenen Rhythmus finden, die eigenen Grenzen erkennen und berücksichtigen, das sind Dinge, die wir in den letzten Monaten auf jeden Fall erstmal lernen mussten.

Über die Autorin

Ramona Pingel

Ramona ist Co-Verlegerin des WNJ-Verlags und arbeitet außerdem als Freie Lektorin. Vor ihrer gemeinsamen Reise mit Uli lebte sie im beliebtesten Viertel Kölns, hatte einen guten Job in einem großen Verlagshaus und genoss das Leben in der Großstadt. Doch nach der Reise kam das alles nicht mehr infrage. Sie wollte unabhängig sein und näher an der Natur. Heute leben Uli und sie, zusammen mit Hund Spencer, in einem Häuschen in der Vulkaneifel, direkt am Waldrand. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Gärtnern, Yoga und Wandern.

Voidokiliabucht

Aus der Zeit gefallen – Wie die Jahreszeiten für uns an Bedeutung verloren

Seit fast zwei Wochen sind wir jetzt in unserer „Hacienda Voidokilia“ auf dem Peleponnes. Das Haus ist einfach wunderschön und mit so viel Liebe und nützlichen Details eingerichtet, dass es uns an nichts fehlt und wir uns sehr schnell wie zuhause gefühlt haben. Der unglaubliche Ausblick auf die Voidokiliabucht, mit einem der – laut New York Times – zehn schönsten Strände DER WELT, hilft auch beim Eingewöhnen. Die Bucht ist für ihr Vogelschutzgebiet und somit für eine große Artenvielfalt bekannt und wir können hier tatsächlich Flamingos beobachten!

Sonnenbrand im November

Was wir allerdings gerade nur sehr schwer auf die Reihe bekommen, sind die Jahreszeiten. Im Supermarkt gibt es Lebkuchen und im Fernsehen laufen nur noch Werbeclips in Schneekulisse. Während dessen sitzen wir in T-Shirt und Shorts auf der Terrasse und holen uns einen Sonnenbrand auf der Nase.

Dafür hatten wir im Juli und August im hohen Norden schon Tage, wo wir uns lange Unterwäsche unter die Wandersachen angezogen haben und nur mit Mütze und Schal vor die Tür gegangen sind. Ein paarmal hatten wir sogar schon die Heizung an im Wohnmobil. Wir hatten also schon Herbst und holen gerade rückwirkend den Sommer nach – und da solls gleich Weihnachten sein? Da kann man schonmal etwas durcheinander kommen.

Olivenernte
Gerät, um die Oliven von abgetrennten Ästen zu holen.

Olivenernte ist echte Knochenarbeit

Um uns rum findet zur Zeit die Olivenernte statt. Seit einer Woche begleitet uns also bereits das Geräusch von Motorsägen durch den gesamten Tag. Überall auf dem Berg, auf dem unser Haus liegt und in den Tälern auf die wir schauen, ertönen die Sägen. Die Äste der Olivenbäume werden teilweise abgesägt und in ein Gerät gesteckt, dass dann die Oliven von den Ästen zupft. Anschließend werden die Äste verbrannt, weshalb überall im Tal Qualm aufsteigt. Die übrigen Äste am Baum werden mit einer Harke „gekämmt“ um die Oliven runterzuholen, die dann auf Netze fallen, die unter den Bäumen ausgelegt werden. Spannend! Und eine richtig mühsame Knochenarbeit, wie man uns bestätigt hat. So sieht’s auch aus.

Unser kleines Büro
Unsere kleine Büroecke im Wintergarten.

Seit heute werden auch die Oliven auf unserem Grundstück geerntet und ich komme mir schwer faul vor, wenn ich mich mit meinem Kaffee und einem Buch auf die Terrasse setze.

Dabei arbeiten wir auch! – Gut, dass ist natürlich nicht zu vergleichen mit der Plackerei um uns rum. Aber wir haben uns hier eine Büroecke eingerichtet (im Wintergarten, mit herrlichem Ausblick versteht sich) und werkeln fleißig an unseren Ideen.

Über die Autorin

Ramona Pingel

Ramona ist Co-Verlegerin des WNJ-Verlags und arbeitet außerdem als Freie Lektorin. Vor ihrer gemeinsamen Reise mit Uli lebte sie im beliebtesten Viertel Kölns, hatte einen guten Job in einem großen Verlagshaus und genoss das Leben in der Großstadt. Doch nach der Reise kam das alles nicht mehr infrage. Sie wollte unabhängig sein und näher an der Natur. Heute leben Uli und sie, zusammen mit Hund Spencer, in einem Häuschen in der Vulkaneifel, direkt am Waldrand. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Gärtnern, Yoga und Wandern.

Sommer, Sonne, Strand und Meer – Warum man auch mal Urlaub vom Reisen braucht

Zwei Wochen sind wir jetzt schon in Griechenland und lassen die Seele baumeln; und so langsam stellt sich Entspannung ein. Es ist schwierig, jemandem zu erklären, dass wir Urlaub vom Reisen brauchten, aber tatsächlich waren die letzten drei Monate ganz schön anstrengend. Im Moment, in dem man das erlebt, merkt man es kaum, denn alles ist so aufregend, so neu, so schön. Wir hatten richtig bock auf den Norden und wollten so viel wie möglich sehen. Das war auch gut so und wir sind absolut glücklich, dass wir diese Nordtour gemacht haben und an all diesen wundervollen Plätzen waren. Allerdings sind das auch eine ganze Menge Kilometer, die wir da abgerissen haben und eine ziemliche Reizüberflutung, weil ja einfach alles so einzigartig und schön war, dass wir alles in uns aufsaugen und auf gar keinen Fall etwas verpassen wollten. Der Kopf hatte da gar keine Chance, all das Erlebte überhaupt zu verarbeiten.

Dazu kam, dass wir vom Wetter immer weitergetrieben wurden. In Norwegen und Finnland war es oft regnerisch und kalt, man konnte nicht mehr draußen sitzen und es schlägt aufs Gemüt, so wetterabhängig zu sein. Wir hatten Angst, dass wir überhaupt gar keinen Sommer mitbekommen und der Herbst für uns schon im Juli angefangen hat und wir entsprechend einen sehr langen Winter vor uns haben.

In Krakau haben wir dann einen echten Tiefpunkt erreicht. Eigentlich wollten wir da mal so richtig ausgehen, lecker essen im Restaurant und durch die Bars ziehen, denn ein paar Tage zuvor waren wir genau drei Monate unterwegs und am gleichen Tag hatten wir auch die 10.000 Kilometer überschritten. Das wollten wir natürlich gebührend feiern.
Doch nach der obligatorischen Stadtführung und einem Bummel durch die – wirklich wunderschöne! – Stadt, saßen wir im Restaurant und konnten uns kaum auf unseren Stühlen halten. Um sieben Uhr waren wir zurück im Bus, haben noch eine Folge einer Serie geguckt und sind eingeschlafen.

Kalamitsi Beach
Unser einsamer Strand, wenn morgens die Sonne über die Berge kommt.

Hier war klar, dass wir keine Kraft mehr hatten, die ursprünglich geplante Route, über die Ukraine, Rumänien und Bulgarien, runter nach Griechenland zu nehmen, sondern dass wir ganz dringend, ganz schnell in den Süden mussten. Also sind wir auf direktem Weg gerade runtergefahren – durch die Slowakei, Ungarn, Serbien und Mazedonien – und spät abends, am 1. Oktober, in der Nähe von Saloniki angekommen. Hier haben wir am Strand die erste Nacht verbracht, sind dann aber gleich am nächsten Morgen weitere 400 Kilometer, bis zur anderen Küstenseite des Landes gefahren.

In Perdika haben wir einen kleinen, gemütlichen Campingplatz gefunden. Hier standen wir unter Olivenbäumen, der Platz lag in einer Bucht und hatte so einen eigenen Strand für sich. Da die Saison eigentlich schon vorbei ist, waren nur noch sehr wenige Camper da, fast alles Deutsche, und es war absolut ruhig. Die herzliche Besitzerin Eleni ist in Deutschland geboren und spricht fließend deutsch. Abends traf man sich in der Taverne, wo Eleni für uns gekocht hat. Da nur noch so wenige Leute da waren, fand man sich oft an einem Tisch zusammen und es war eine sehr familiäre Atmosphäre.

Eigentlich wollten wir nach drei Nächten weiter, weil wir wieder freistehen wollten. Doch das Auto streikte und so mussten wir auch noch das Wochenende bleiben und waren schließlich eine ganze Woche hier. Allerdings war das überhaupt nicht schlimm, denn so kamen wir hier mal tatsächlich zur Ruhe. Es hat uns völlig überrascht, dass es im Norden Griechenlands noch so warm ist und dass wir wirklich noch richtigen Strandurlaub machen können.

Auch jetzt, da wir dann doch mal weitergefahren sind und einen Platz an einem einsamen Strand auf der Insel Lefkada haben, verbringen wir die Tage mit sonnen, lesen, schwimmen und machen uns dann auch schon bereit, um die allabendliche sensationelle Privatvorstellung des dramatischen Sonnenuntergangs, in der ersten Reihe mitverfolgen zu können. Auf dieses Spektakel folgt dann ein, nicht minder beeindruckender, Sternenhimmel. Über uns die Wega, daneben die Milchstraße sehr gut zu erkennen und vor lauter Sternschnuppen, wissen wir schon nicht mehr, was wir uns noch wünschen sollen. Was ohnehin schwierig ist, denn eigentlich sind wir gerade wunschlos glücklich; schöner kann es einfach nicht sein.

 

Über die Autorin

Ramona Pingel

Ramona ist Co-Verlegerin des WNJ-Verlags und arbeitet außerdem als Freie Lektorin. Vor ihrer gemeinsamen Reise mit Uli lebte sie im beliebtesten Viertel Kölns, hatte einen guten Job in einem großen Verlagshaus und genoss das Leben in der Großstadt. Doch nach der Reise kam das alles nicht mehr infrage. Sie wollte unabhängig sein und näher an der Natur. Heute leben Uli und sie, zusammen mit Hund Spencer, in einem Häuschen in der Vulkaneifel, direkt am Waldrand. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Gärtnern, Yoga und Wandern.

Goldfischteich

Entscheidung am Goldfischteich – Wie man in 100 Tagen ein ganzes Leben auflöst

Über zwei Monate sind wir jetzt schon unterwegs. Es kommt uns überhaupt nicht so lange vor, die Zeit vergeht einfach so schnell. Genauso geht es uns aus der Rückschau mit der Zeit vor unserer Abfahrt. Was wir da alles erledigt haben und wie schnell das alles plötzlich ging …

Am dritten März hat unsere gemeinsame Geschichte angefangen. Ich hatte mich kurz vorher selbständig gemacht und war in das süße Büro der Filmproduktionsfirma meiner Freundin Jessika mit eingezogen. Hier war noch ein dritter Arbeitsplatz frei und wir hatten Uli angeboten, den mal zu nutzen.

Eine gemeinsame Idee

An diesem Tag kam Uli also zum Arbeiten bei uns vorbei und in einer ruhigen Minute fragte er mich, was ich denn mit meiner Selbständigkeit jetzt vorhätte. Ich erzählte ihm von meinem Plan, ortsunabhängig zu arbeiten und mir einen Bulli zu kaufen. Ich wollte durch Norwegen fahren, bis zum Nordkap rauf und von unterwegs arbeiten. Wenn das gut lief, wollte ich weiter durch Europa fahren. Es stellte sich heraus, dass er sehr ähnliche Pläne hatte.

Also blieben wir in Kontakt, schickten uns Links zu Artikeln, die wir gefunden hatten und schrieben uns unsere Ideen und Vorstellungen. Eine Woche später haben wir uns nochmal getroffen, um ausgiebiger über unsere Pläne zu quatschen. Irgendwann an diesem Abend fragte ich Uli, mit wem er denn fahren wolle. Er sagte: „Na, ich dachte da an dich!“ Daraufhin habe ich nur laut gelacht und gesagt, dass ich mir nicht vorstellen könne, dass wir beide es ein Jahr lang zusammen in einem Bus aushalten würden.

Entscheidung am Goldfischteich

Am 16. März sind wir, zum Todestag eines gemeinsamen Freundes, zusammen zum Friedhof gefahren und anschließend zu Ulis Eltern, wo der Bus unseres Freundes steht. Den hatte ich neu ausgebaut noch nicht gesehen und wir haben ihn uns mal unter der Fragestellung, ob man damit ein Jahr lang reisen könnte, angesehen.

Irgendwann standen wir dann im Garten von Ulis Eltern, am Goldfischteich und ich habe Uli gefragt: „Also gut, auf einer Skala von eins bis zehn – wie schräg wäre das denn wohl, wenn wir zusammen diese Reise machen würden?“ Seine Antwort war: „Zwölf. Aber egal.“

Damit war das entschieden.

Tausend Dinge zu klären

Jetzt galt es, ein Gefährt zu finden (der Bus war, nach einem Abend wilder Umbauzeichnungen und Überlegungen, ausgeschieden), unsere Autos zu verkaufen, zu überlegen, was mit den Wohnungen und all unseren Sachen passieren soll, tausend Fragen zu klären, wie: Wie läuft denn das eigentlich mit der Krankenversicherung? Bus, Van oder Wohnmobil? Was müssen wir denn für ein Jahr alles mitnehmen? Wo sind wir denn gemeldet, wenn wir keinen Wohnsitz mehr haben? Kann man eigentlich normales Geschirr mitnehmen, oder geht das beim ersten Schlagloch kaputt? Und, und, und …

Ein riesiger Berg an Aufgaben und Entscheidungen lag vor uns. Aber das Spannende war, nachdem die Entscheidung für diese Reise einmal getroffen war, lief der Rest fast wie von selbst. Wir waren so Feuer und Flamme für diese Idee und den damit verbundenen kompletten Neuanfang, dass sich alles einfach irgendwie für uns fügte. Und nur 102 Tage später (ja, gut, es waren nicht genau hundert, aber das klingt halt besser), am 26. Juni, ging es los in ein neues Leben.

Über die Autorin

Ramona Pingel

Ramona ist Co-Verlegerin des WNJ-Verlags und arbeitet außerdem als Freie Lektorin. Vor ihrer gemeinsamen Reise mit Uli lebte sie im beliebtesten Viertel Kölns, hatte einen guten Job in einem großen Verlagshaus und genoss das Leben in der Großstadt. Doch nach der Reise kam das alles nicht mehr infrage. Sie wollte unabhängig sein und näher an der Natur. Heute leben Uli und sie, zusammen mit Hund Spencer, in einem Häuschen in der Vulkaneifel, direkt am Waldrand. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Gärtnern, Yoga und Wandern.

Sommen-See in Tranas

Ist heute Dienstag?

Das Zeitgefühl hatten wir schon am zweiten Tag verloren, wir können uns einfach nicht merken, welcher Wochentag ist und wann wir was erlebt haben, wann wir wo waren und wie lange das her ist. Es gibt keinen Alltag, keinen Rhythmus, jeder Tag ist neu und anders. Dazu kommt noch, dass hier im Norden die Sonne viel später untergeht und es sehr lange hell ist; damit sind auch Tageszeiten raus.

Nach einer aufregenden ersten Woche, in der viel Stadt auf dem Programm stand, hatten wir erstmal die Nase voll von all dem Treiben und haben uns ein idyllisches Fleckchen irgendwo mitten in Schweden gesucht. Unser Campingplatz liegt direkt an einem großen See und drum herum gibt es nur Wald. Gestern Morgen habe ich meinen Kaffee am Seeufer getrunken und es war absolut still. Der See lag ganz ruhig da, der Himmel war strahlend blau. Eine sanfte Brise im Gesicht, den Geruch von Kiefern in der Nase, kein Motorenlärm, keine Menschen. Alles was man hören konnte waren die Vögel und selbst die scheinen aus Hochachtung vor der Stille hier leiser zu piepsen. Einfach wunderschön.

Auf dem Weg von Göteborg zu unserem Campingplatz in Tranas, hatten wir unsere erste Autopanne: kurz vor dem Ziel ist uns der Auspuff abgebrochen. Die erste kleine zwischenmenschliche Krise hatten wir an diesem Abend auch noch. Wir sind eben noch dabei unser Handbuch über den jeweils anderen zu schreiben; es gibt noch keine Gebrauchsanweisung.

Was haben wir gelernt? Zeit ist nur ein abstrakter Begriff; habe stets etwas Draht dabei, falls dir mal der Auspuff abfällt; immer schön darauf achten, dass Uli regelmäßig was zu essen bekommt!

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Über die Autorin

Ramona Pingel

Ramona ist Co-Verlegerin des WNJ-Verlags und arbeitet außerdem als Freie Lektorin. Vor ihrer gemeinsamen Reise mit Uli lebte sie im beliebtesten Viertel Kölns, hatte einen guten Job in einem großen Verlagshaus und genoss das Leben in der Großstadt. Doch nach der Reise kam das alles nicht mehr infrage. Sie wollte unabhängig sein und näher an der Natur. Heute leben Uli und sie, zusammen mit Hund Spencer, in einem Häuschen in der Vulkaneifel, direkt am Waldrand. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Gärtnern, Yoga und Wandern.

Eine Woche unterwegs!

Heute vor einer Woche sind wir gestartet. Es kommt mir einerseits vor, als wären wir erst gestern losgefahren, auf der anderen Seite haben wir schon so viele neue Eindrücke bekommen, dass es auch mehrere Wochen sein könnten. Außerdem sind wir im Wohnmobil schon so eingespielt, dass es sich anfühlt, als würden wir schon seit Monaten so leben.

Es läuft jedenfalls ziemlich gut. Wir haben uns eingewöhnt und aneinander gewöhnt und bisher ist auch alles echt ziemlich glatt gelaufen. Wir hatten super Stellplätze und außer einigen blauen Flecken und einem zerbrochenen Teller ist auch noch nichts Schlimmes passiert und wir haben auch nur sehr nette Menschen getroffen.

Hamburg war ein toller Start, Tarup war gemütlich, lieblich und ruhig; Kopenhagen war aufregend und großartig und Schweden fängt mit Sonne und einem Stellplatz direkt am Meer auch schon ziemlich gut an!

Vorräte: Pasta und Pesto reichen sicher noch bis zum Nordcap. Der Alkohol eher nicht …
Stimmung: super!

Gleich mal eine Runde durchs Naturschutzgebiet wandern, und dann wieder auf die Piste, Richtung Göteborg.

 

Über die Autorin

Ramona Pingel

Ramona ist Co-Verlegerin des WNJ-Verlags und arbeitet außerdem als Freie Lektorin. Vor ihrer gemeinsamen Reise mit Uli lebte sie im beliebtesten Viertel Kölns, hatte einen guten Job in einem großen Verlagshaus und genoss das Leben in der Großstadt. Doch nach der Reise kam das alles nicht mehr infrage. Sie wollte unabhängig sein und näher an der Natur. Heute leben Uli und sie, zusammen mit Hund Spencer, in einem Häuschen in der Vulkaneifel, direkt am Waldrand. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Gärtnern, Yoga und Wandern.

Wieso ein Wohnmobil? – Diese Anforderungen hatten wir an unser mobiles Zuhause

Wir fahren einen „weißen Elefanten“, ein klassisches weißes Wohnmobil mit Alkoven-Aufbau. Unser Knaus Sport Traveller mag nicht das coolste und schnittigste Fahrzeug sein, aber es erfüllt unsere Anforderungen, ist kompakt und dennoch geräumig und sehr wohnlich. Nach langer, recht frustrierender Suche, haben wir unser neues Heim bei ebay Kleinanzeigen entdeckt und sofort war klar: das ist es! Wir hatten bis dahin so viel hässliche Polster, rostige Karosserien, düstere Eiche-rustikal-Innenräume, versiffte Teppiche und olle Häkelgardinen gesehen, dass wir so erleichtert waren, endlich doch ein Gefährt zu finden, das hell und freundlich, gut in Schuss, gepflegt und einigermaßen modern aussah!

Wieso ein Wohnmobil? – Wohnmobil versus Kastenwagen

Ursprünglich hatten wir kleinere Wagen im Blick, wie zum Beispiel den Ford Nugget oder den VW California. Doch schnell haben wir festgestellt, dass diese sehr viel teurer als ein Wohnmobil sind, dafür aber wesentlich kleiner und mit weniger komfortabler Ausstattung, wie beispielsweise Toilette, Alkoven usw. Häufig sind Kastenwagen auch nicht unbedingt kürzer als Wohnmobile, nur schmaler und beengter. Da der Wagen aber für längere Zeit unser Zuhause sein sollte und wir uns auch in den Wintermonaten darin aufhalten und wohlfühlen müssen, war es uns schon wichtig, einigermaßen viel Platz zu haben.
Wir sind keine Selbstausbauer. Der Wagen sollte kein langfristiges Bastelprojekt werden, denn wir wollten nicht monatelang auf den Umbau verschwenden, sondern zügig losfahren können. Daher sollte es ein Gefährt sein, das grundsätzlich gut in Schuss ist und wo wir nur noch optionale Schönheitskorrekturen und praktische Anpassungen vornehmen müssten.

Was waren unsere Anforderungen?

Auf Platz eins unseres Anforderungskatalogs war ein geräumiges Bett, das man nicht jeden Morgen umbauen muss und das keinen Platz im Wohnraum wegnimmt. Wir hatten also von Anfang an einen Alkoven im Kopf. Platz zwei war eine finanzielle Höchstgrenze von 10.000 Euro. Alle weiteren Wünsche wurden in Abstufung von „wäre schon echt gut“ bis „nice to have“ aufgelistet (natürlich in einer Excel-Tabelle – Danke Uli!). Auf der Liste standen folgende Wünsche:

  • Länge unter sechs Meter (für mehr Flexibilität, damit wir uns auch problemlos innerhalb der Städte bewegen können)
  • Bad oder zumindet eine Toilette
  • Solaranlage
  • Markise
  • Fahrradträger
  • Dachgepäckbox

Am Ende war unser Knaus leider doch wesentlich teurer als geplant, wir haben 14.000 Euro bezahlt. Dafür ist er aber von allen Katastrophen die wir uns angesehen haben der jüngste, best gepflegteste und bestausgestattete Wagen und der, der uns das sicherste Gefühl vermittelt hat. In alle anderen hätten wir noch richtig viel investieren müssen, um sie wohnlich zu machen, auszustatten und zu reparieren. Unser Wagen war im Prinzip sofort abfahrbereit, gewartet und okay vom Ambiente. Alles was wir jetzt noch gemacht haben, war, den Wagen ein bisschen vom Style zu verändern und ein paar Umbauten, um ihn mehr an unsere Bedürfnisse anzupassen – also ihn einfach zu unserem Bus zu machen. Ein geräumiges Bad, mit Dusche und WC hat er. Dachgepäckkoffer war auch schon drauf, Markise und ein Fahrradträger ebenfalls. Der Alkoven ist geräumig und gemütlich und wir finden es sehr praktisch, unser Bett nicht jeden Morgen umbauen zu müssen. Eine Solaranlage haben wir noch selbst aufs Dach montiert. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit unserem Knausi.

Was für ein Wohnmobil fährst Du? Und warum hast Du Dich für dieses Modell entschieden?

Über die Autorin

Ramona Pingel

Ramona ist Co-Verlegerin des WNJ-Verlags und arbeitet außerdem als Freie Lektorin. Vor ihrer gemeinsamen Reise mit Uli lebte sie im beliebtesten Viertel Kölns, hatte einen guten Job in einem großen Verlagshaus und genoss das Leben in der Großstadt. Doch nach der Reise kam das alles nicht mehr infrage. Sie wollte unabhängig sein und näher an der Natur. Heute leben Uli und sie, zusammen mit Hund Spencer, in einem Häuschen in der Vulkaneifel, direkt am Waldrand. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Gärtnern, Yoga und Wandern.